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03.07.2007Lemna minor bzw. minuta – kleine und winzige Wasserlinsen
Es gibt hier, ähnlich wie bei den Wasserschnecken, zwei gegensätzliche Lager. Die einen versuchen alles, um die verhassten Wasserlinsen loszuwerden, die anderen nutzen sie auf vielfältige Weise. Zugegebenermaßen ist das Abschöpfen, der das Aquarium oft schnell zuwachsenden Wasserlinsen, lästig, aber man bekommt eine Menge dafür zurück. Wie auch andere Schwimmpflanzen (Hornkraut) haben Wasserlinsen den großen Vorteil, dass sie Ihren CO2-Bedarf nicht aus dem Wasser decken müssen, sondern aus der Luft beziehen können. Dadurch entziehen sie dem Wasser Schadstoffe (besonders Stickstoffverbindungen), ohne mit den übrigen Wasserpflanzen, um das im Wasser gelöste CO2, zu konkurrieren. Durch das regelmäßige Abschöpfen der Wasserlinsen wird so ein immenser Beitrag zur Wasserqualität geleistet. Ihr Einsatz ist somit zur Algenprophylaxe sehr zu empfehlen. Ein weiterer wichtiger Grund für den Einsatz von Wasserlinsen ist in ihrer Indikatorrolle für Umweltbedingungen zu sehen. Wasserlinsen werden professionell zur Begutachtung von Gewässern eingesetzt. Eine Veränderung der Bedingungen im Aquarium kann man als erstes an den Wasserlinsen sehen und dann gegebenenfalls noch rechtzeitig eingreifen. Wasserlinsen werden von einigen Fischarten, wie z.B. Prachtbarben und Skalaren als Nahrungsergänzung sehr geschätzt. Wasserlinsengewächse werden weltweit von Fischen, höheren Tieren und auch vom Menschen als Nahrung verwendet. Sie enthalten alle essentiellen Aminosäuren (43% Protein i. Tr. , 6% Fett und 17% Kohlenhydrate) und sind somit sehr gesund. Bei mir liefern sich in einem großen Becken mit 150X50 cm Oberfläche 8 Prachtbarben und die Wasserlinsen einen erbitterten Kampf um die Vorherrschaft. Einmal im Monat muss ich die Wasserlinsen dennoch teilweise abschöpfen, um den Sieger zu verraten (-: © Andreas Jäger |
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