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14.03.2011Aplocheilus lineatus – der StreifenhechtlingStreifenhechtlinge kommen in Indien und Sri Lanka in verkrauteten oder durch Wurzeln strukturierten Regenwaldgewässern vor. Im Handel gibt es neben der Wildform auch eine Goldform. Beide Farbformen sind farblich sehr attraktiv.
HaltungEin Aquarium für eine kleine Gruppe Sreifenhechtlinge sollte schon mindestens 80 cm breit sein, wobei die Fische eigentlich nur die obersten Wasserschichten benutzen. Auf jeden Fall muss das Aquarium vollständig abgedeckt sein, da die Hechtlinge sehr gut springen können und das auch bei jeder Gelegenheit tun. Bezüglich der Wasserwerte ist diese Art nicht besonders anspruchsvoll und kommt mit einem breiten Spektrum an Temperaturen und Härtegraden zurecht. Allerdings sollte man bedenken, dass Streifenhechtlinge am liebsten Lebend- oder Frostfutter fressen, deshalb würde ich, wie eigentlich immer, eine gute Filterung empfehlen. Streifenhechtlinge fressen aber auch alle Sorten Flockenfutter und Granulat, aber alles am liebsten von der Wasseroberfläche. Ähnlich wie bei Skalaren muss man darauf achten, dass sich die gierigen Fische nicht überfressen. Ansonsten sollte man das Aquarium am besten bis zur Oberfläche hin gut bepflanzt und nicht zu hell beleuchten. Streifenhechtlinge sind zwar alles andere als scheu, aber die Farben, besonders die der Goldform, kommen bei schwächerem Licht noch besser zur Geltung. VergesellschaftungEntgegen der landläufigen Meinung konnte ich bisher keine große Aggressivität der Tiere untereinander feststellen. Meist wird ja empfohlen, nicht zu viele Männchen zusammenzuhalten, bzw. für einen Weibchenüberschuss zu sorgen, was nach meinen Erfahrungen aber in einem groß genug dimensionierten Aquarium nicht unbedingt nötig ist. Streifenhechtlinge lassen sich auch sehr gut im Gesellschaftsbecken pflegen. Die mittleren und unteren Bereiche werden von den Hechtlingen nicht benutzt. Da die Fische aber immerhin eine Größe von 10 cm erreichen und alles gefressen wird, was ins Maul passt, sollte man sie nicht mit zu kleinen Fischen vergesellschaften. Neons sind also eindeutig eine Nummer zu klein, aber andere Salmler, wie z.B. Blutsalmler sind schon zu hochrückig, um gefressen zu werden und werden völlig ignoriert. Ich halte die Hechtlinge zur Zeit nur mit einem großen Trupp Dornaugen und einigen Schachbrettschmerlen zusammen, aber ich hatte übergangsweise auch mal Blutsalmler und Platies mit im Becken und es gab keine Probleme.
Für die Nachzucht reicht schon ein 20 Liter Becken mit einem kleinen Filter, einer Heizung und etwas Javamoos aus. Ich habe es so gemacht, dass ich ein Pärchen einfach eine Woche in das Zuchtbecken und danach wieder zurück ins Hauptaquarium gesetzt habe. Schon wenige Tage später sind die ersten Jungfische geschlüpft, die innerhalb von kurzer Zeit schon sehr selbstständig sind und aktiv auf Futtersuche gehen. Nach und nach sind so etwa 50 Jungfische hochgekommen. Das Bemerkenswerte ist, dass die Kleinen von Anfang an dekapsulierte Artemia, Cyclop Eeze und zeriebenes Flocken- oder gefriergetrocknetes Futter annehmen und deshalb nicht unbedingt mit lebenden Artemia oder gar Pantoffeltierchen angefüttert werden müssen. Die kleinen Hechtlinge wachsen relativ schnell, aber auch ziemlich unregelmäßig. Da die Größeren den Kleineren nachstellen, kann man die Jungfische in Gruppen aufteilen. Ich habe das allerdings nicht gemacht, da auch so ca. 15 Jungfische herangewachsen sind und ich mehr auch nicht unterbringen konnte. FazitStreifenhechtlinge sind sehr attraktive Killifische, die ziemlich einfach zu halten sind. Besonders spannend ist dabei die einfache Zucht, die auch für Anfänger geeignet ist. © Andreas Jäger |
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