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28.12.2010Mini Aquarium - eine Alternative für die Fensterbank
So ein Nanocube mit 30 Litern und technischer Ausstattung kostet aber auch um die 100 Euro. Deshalb möchte ich hier eine Alternative vorstellen, die sich als extrem einfach und pflegeleicht erwiesen hat. Zudem sind die Kosten sehr gering und das Becken ist besonders im Sonnenlicht mit den leuchtend hellgrünen Pflanzen und den roten Garnelen sehr attraktive. Als Behälter dient bei mir eine große Glasvase mit ca. 20 Liter Inhalt, in letzter Zeit sehr günstig in Einrichtungsgeschäften zu finden. Auf Technik wollte ich bei dem Becken komplett verzichten und auch Fische sind meiner Meinung nach für so ein kleines Becken nicht geeignet. Der Besatz sollte aus Red Fire Garnelen (Neocaridina heteropoda var. red), sowie ein paar Blasenschnecken (Physidae) bestehen. Garnelen und Schnecken sind besonders gut für solche Minibecken geeignet, da sie sich von Algen ernähren und das kleine Wasservolumen somit nicht mit Fischfutter belastet werden muss. Wegen der geringen Verunreinigungen und weil die Tiere bei Zimmertemperatur gehalten werden können, kann auf Heizung und Filter verzichtet werden. Bei der Einrichtung habe ich mich auf einen Bodensatz von getrockneten Buchenblättern und auf eine sehr einfach zu kultivierende und schöne Wasserpflanzenart, das Nixkraut (Najas guadalupensis), beschränkt. Die Buchenblätter stellen, neben sich entwickelnden Algen, die Nahrungsgrundlage für die Garnelen dar. Das Nixkraut kann einfach ins Becken gegeben werden und braucht nicht eingepflanzt zu werden. Eine zusätzliche Düngung war bis jetzt nicht nötig. Schon bei geringer Lichtintensität kommt es zu einer Sauerstoffsättigung des Wassers, so das keine Pumpen oder Sprudelsteine zur Anreicherung gebraucht werden. Als Pflegemaßnahmen waren bis jetzt nur das regelmäßige Nachfüllen von verdunstetem Wasser, ein gelegentlicher Teilwasserwechsel und eine wöchentliche Reduzierung der Pflanzenmenge notwendig. Der Kalkrand, der durch die Verdunstung des Wassers entsteht, kann leicht abgewischt werden. Eventuell hilft hier ein Lappen mit etwas Essig. Obwohl das Becken an einem Südfenster steht, konnte ich bis jetzt noch keine Algenbildung beobachten. Die Garnelen, Schnecken und sicherlich auch die gut wachsenden Pflanzen halten das Becken vollständig sauber. An dem zahlreichen Auftreten von jungen Garnelen kann man sehen, dass so ein Minibecken auch ohne Technik gut funktionieren kann. So ein Mini-Aquarium ist auch für Nichtaquarianer, die naturinteressiert sind und den Aufwand eines normalen Aquariums scheuen, eine gute Alternative. © Andreas Jäger |
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