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08.05.2007

Ceratophyllum demersum - flutendes Hornkraut im Aquarium

Hornkraut ist wohl die am vielseitigsten einsetzbare Pflanze, die mir bekannt ist. Es handelt sich dabei um eine wurzellose Stängelpflanze, die 50-100 cm lang werden kann.

Diese Wasserpflanze ist wie wohl keine andere in der Lage dem Aquarienwasser große Mengen Schadstoffe zu entziehen. Da diese Pflanze auch flutend an der Wasseroberfläche wächst, ist sie nicht auf den CO2 Gehalt des Wassers angewiesen und erreicht bei guten Lichtbedingungen eine Wuchsgeschwindigkeit von 10-20 cm pro Woche.

Diese Eigenschaften machen diese Pflanze auch besonders geeignet für die Bepflanzung in meist bodengrundlosen Aufzuchtbecken zur Stabilisierung der Wasserqualität. Hierbei kann es selbst in kleinsten Aufzuchtschalen gegeben werden und erreicht schon bei moderater Beleuchtung eine Sättigung des Wassers mit Sauerstoff, so dass eine Belüftung der Aufzuchtbecken unnötig ist.

Ein anderer Vorteil des flutenden Hornkrauts ist, dass sich in seiner Gegenwart kaum Algen halten können. Die Wirkung gegen Algen greift selbst in Becken, die starkem Licht ausgesetzt sind, wenn sie einen üppigen Bewuchs mit Hornkraut aufweisen. Erst bei starker Überdüngung bilden sich Algen.

Eine Allopathie zu Wasserpflanzen konnte ich bis jetzt nicht feststellen. Im Gegenteil, durch die stabilisierende Wirkung gegen Algen lassen sich auch langsam wachsende Pflanzen wie Hemianthus callitrichoides, das kubanische Perlkraut, leichter kultivieren und der Weg zu schönen Naturaquarien ala Amano lässt sich so unproblematischer, Schritt für Schritt, erreichen.

Damit das Hornkraut im Aquarium dabei nicht zu viel Licht wegnimmt, kann man es auch einpflanzen. Hierbei ist von großem Vorteil, das Hornkraut keine Wurzeln und Ausläufer bildet. Es lässt sich so problemlos umsetzten, auch in der Nachbarschaft von rasenbildenden Wasserpflanzen, die ansonsten leicht mit entwurzelt würden.

© Andreas Jäger