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10.04.2008
Aufzuchtfutter für Jungfische
Auf dieser Seite möchte ich die Futtersorten vorstellen, die ich für die Nachzucht, besonders bei Killifischen verwende. Die Liste umfasst die Sorten Aufzuchtfutter, die ich für die am handhabbarsten und geeignetsten halte. Zum Beispiel habe ich auch die Zucht von Moina und Springschwänzen ausprobiert, diese aber wegen der Umständlichkeit bzw. Anfälligkeit wieder aufgegeben.
Natürlich haben Artemia nicht umsonst gemeinhin den Stellenwert des Aufzuchtfutters Nummer 1, da sie von fast allen Jungfischen sofort als Erstnahrung akzeptiert werden, was bei Essigälchen und den diversen Ersatzfuttersorten nicht der Fall sein muss. Grundsätzlich sollte man aber versuchen, ob und wie lange die verschiedenen Fischarten ausschließlich Lebendfutter fressen. Eine frühe Gewöhnung an alternative Futtersorten ist am besten für die ausgewogene Ernährung von Jungfischen. Die Inhaltsstoffe von z.B. Spirulina oder Cyclop eeze sind denen der Lebendfuttersorten z.T. weit überlegen und Artemia als Alleinfutter für längere Zeit ist sicherlich auch nicht das Optimale.
Auf eine Darstellung der Zucht der Lebendfuttersorten habe ich an dieser Stelle verzichtet, da es genügend Quellen mit Zuchtanleitungen im Internet gibt.

Folgende Tabelle fasst die wichtigsten Daten der dargestellten Futtersorten zusammen. Bei mehreren Werte sind Mittelwerte angegeben, wobei es mir eigentlich nicht so sehr auf die genauen Zahlen, sondern vielmehr auf die Tendenzen ankommt.
Sollte jemand noch weitere Daten für die aufgelisteten Futtermittel haben, wäre ich sehr dankbar und würde diese gerne ergänzen:
| | Artemia/entkapselt | Essigälchen | Spirulina | Cyclop eeze | Daphnia pulex / Wasserflöhe |
| Größe | 420-530 µm | 800 x 20 µm | 25-40 x 200-400 µm | 800 µm | 0,5 - 4 mm |
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| Wasser | 21 % / 17-28% | 80 – 90 % | 7 % | <8% | 95 % |
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| Protein | 63 % / 58 % | 40 % | 60 % | 62 % | 3 % |
| essentielle AS | | | 22 % | | |
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| Fett | 7 %, 19-24% | 15-22 % | 6 % | 36 % | < 1 % |
| Linolensäure | 1,3 % | | 0,8 -1,5% | 10,45 % | |
| EPA | 0,25 % | | | 13 % | |
| DHA | 2,7 % | | | 12 % | |
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| Kohlenhydrate | 25 % | | 15 % | 3 % | |
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| Carotinoide | 31 ppm | 1700 – 3350 ppm | 3000-7500 ppm | | |
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| Asche | 5 % | 6-8 % | 3,2 % | | |
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Artemia spec – das Salzkrebschen oder der Salinenkrebs
Die verschiedenen Krebse der Gattung Artemia stellen wohl das am meisten verwendete Jungfischfutter dar. Die Vorteile liegen klar auf der Hand. Dieses Lebendfutter wird von den meisten Jungfischen sofort gefressen, es überträgt keine Krankheiten und es ist immer verfügbar. Durch den hohe Proteinanteil und die hochwertigen Fettsäuren ist dieses Futter sowohl lebend als auch in der entkapselten Form sehr gut für Jungfische geeignet. Wenn die Kleinen unbewegliches Futter nehmen, dann sind entkapselte Eier sogar noch nahrhafter, wegen dem höheren Fettanteil.
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Turbatrix aceti – das Essigälchen
Essigälchen sind ein hervorragendes Aufzuchtfutter für auch sehr kleine Jungfische. Die Futtertierzucht ist sehr einfach, robust und beinahe ohne Arbeitsaufwand zu bewerkstelligen. Ein großer Vorteil ist, dass sich die Essigälchen lange im Süßwasser halten und durch Ihre schlängelnden Bewegungen den Fressreflex bei den Jungfischen auslösen. Essigälchen sind für mich das Lebendfutter mit dem geringsten Aufwand. Der hohe Protein und Fettgehalt und die einfache Haltung und Pflege sind für mich Grund genug bei der Aufzucht von Killifischen Essigälchen vor Artemia zu bevorzugen. Killifische nehmen aber auch sehr schnell Spirulina, Cyclop eeze und entkapselte Artemia, was ja nicht bei allen Fischgruppen so ist.
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Daphnia spec. – Wasserflöhe
Der große Vorteil bei Wasserflöhen ist, dass sie sehr leicht nachzüchtbar sind und man bei einer funktionierenden Zucht immer frisch geschlüpfte Daphnien zur Hand hat. Zudem belasten sie das Aufzuchtbeckenwasser nur sehr wenig, da sie lange im Becken weiterleben. Die zugegebenermaßen geringen Nährwerte können durch die Verfütterung von Spirulina an die Wasserflöhe aufgestockt werden. Der hohe Anteil an Ballaststoffen verbessert das Wachstum von Jungfischen ungemein, weswegen ich kleine Wasserflöhe gerne als Zusatzfutter verwende.
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Spirulina platensis – das Blaualgen Powerfutter
Bei der Blaualge Spirulina handelt es sich zwar nicht um Lebendfutter, deshalb wird es nicht von allen Jungfischen angenommen, aber wenn es angenommen wir, ist es durch seine Inhaltsstoffe eines der wertvollsten Futtermittel, die es gibt. Einmalig ist der hohe Proteingehalt, das Verhältnis der essentiellen Aminosäuren und der hohe Anteil an wertvollen ungesättigten Fettsäuren. Der extrem hohe Anteil an Carotinoiden unterstützt die Ausfärbung bei Jungfischen und auch Garnelen. Außerdem ist es als Pulver schon sehr fein, so dass es auch von winzigen Fischen gefressen werden kann. Die Zellwände von Blaualgen bestehen aus sehr leicht verdaulichen Polysacchariden, so dass die Inhaltstoffe leicht zu erschließen sind.
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Cyclop eeze – arktische Ruderfußkrebse
Diese Futter ist der ideale Ersatz für Artemia, wenn die Jungfische auch an Futter gehen, dass sich nicht bewegt. Aufgrund seiner Inhaltstoffe ist es dann den Salzkrebsen bei weitem überlegen. Besonders der extrem hohe Astaxanthengehalt und den höchsten bekannten Anteil an ungesättigten und Omega 3 Fettsäuren machen dieses Futter zu einer echten Alternative. Der Anteil an Omega 3 Fettsäuren ist 40% so hoch wie bei frisch geschlüpften Artemia. Durch natürliche Lockstoffe wie Betain wird es sehr gut von Jungfischen aufgenommen.
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© Andreas Jäger
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